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Elektroinstallation

Elektro­installation in Dresden, die Anlage hinter der Steckdose.

Neubau, Sanierung und Gewerbe in Dresden: Wir planen die Stromkreise, ziehen die Leitungen, setzen den Verteiler und übergeben mit Messprotokoll.

Zwei Gerätedosen werden im Rohbau mit der Wasserwaage ausgerichtet, die Adern liegen frei

Ablauf

Vom Rundgang bis zum Protokoll.

Vier Schritte. Der erste kostet Sie nichts außer einer Stunde Zeit.

  1. Rundgang und Bestandsaufnahme

    Wir sehen uns an, was da ist: Zählerplatz, Verteiler, Leitungswege, und im Bestand auch, wie die Anlage gebaut wurde. Dazu die Frage, wie Sie die Räume nutzen wollen. Danach wissen wir, ob erneuert oder erweitert wird.

  2. Planung und Angebot

    Wir legen Stromkreise, Dosen und Schalterstellen fest und schreiben sie in ein Leistungsverzeichnis. Was am Ende in der Wand liegt, steht vorher auf Papier, Raum für Raum.

  3. Installation

    Schlitzen, Dosen setzen, Leitungen ziehen, Verteiler aufbauen und anklemmen. Wenn Trockenbau oder Spachtelarbeiten dazugehören, machen wir sie im selben Zug, damit niemand auf den nächsten Betrieb wartet.

  4. Messen, anmelden, übergeben

    Vor der ersten Inbetriebnahme wird die Anlage besichtigt, erprobt und gemessen. Sie bekommen das Prüfprotokoll mit den Messwerten und den Verteilerplan. Die Inbetriebsetzung beim Netzbetreiber melden wir an.

Umfang

Wie viele Steckdosen ein Raum braucht.

Dafür gibt es Zahlen: die Richtlinie RAL-RG 678 der HEA, Ausgabe Februar 2023, aufbauend auf der Mindestausstattung nach DIN 18015-2.

6 / 11
Wohnzimmer ab 16 m² Sechs Steckdosen sind die Mindestausstattung nach DIN 18015-2, elf die Standardausstattung der Richtlinie. Unter 16 m² sind es fünf und acht.
3 / 5
Küche ab 20 m² Dazu kommen die Steckdosen über der Arbeitsplatte: je 1,20 Meter zwei, in der Standardausstattung drei. Bis 20 m² bleibt es im Raum bei drei.
2 / 4
Bad Wo sie sitzen dürfen, entscheiden die Schutzbereiche nach DIN VDE 0100-701. Die Anzahl ist hier der kleinere Teil der Planung.
7
Eigene Stromkreise Herd, Mikrowelle, Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner, Warmwasser und später die Wallbox bekommen jeweils einen für sich, zusätzlich zu allem oben.

Die erste Zahl ist Pflicht, die zweite nicht

Vorgeschrieben ist allein die Mindestausstattung nach DIN 18015-2. Die zweite Zahl stammt aus der Richtlinie RAL-RG 678 der HEA, Ausgabe Februar 2023, und ist die Stufe, die im Alltag den Unterschied macht.

Ab der Standardausstattung zählt der Raum

Dann bekommt jeder Raum seinen eigenen Beleuchtungs- und Steckdosenstromkreis, statt dass die Anzahl an der Wohnfläche hängt. Der Verteiler wächst entsprechend mit, in einer Mehrraumwohnung ist er mindestens vierreihig.

Für Netzwerk und Fernsehen gibt es keine Stückzahl

Die Richtlinie sagt dazu nichts. Wir gehen deshalb Raum für Raum durch, wo Fernseher, Router, Arbeitsplatz und Drucker stehen sollen. Eine Leitung im Rohbau kostet wenig, eine nachträgliche viel.

Bestand

Alte Anlage: kein Grund zur Panik.

Was im Bestand gilt, wird oft falsch erzählt. Deshalb hier die sachliche Fassung.

Elektriker schraubt eine Steckdose in eine Dose in einer unverputzten Wand

Es gibt keine Nachrüstpflicht

Aus der aktuellen Fassung der DIN VDE 0100-410 lässt sich für bestehende Anlagen keine Pflicht zur Nachrüstung ableiten. Eine Anlage ohne Fehlerstromschutzschalter darf weiterlaufen, solange sie unverändert bleibt und keine Gefahr von ihr ausgeht.

Wer erweitert, baut nach heutiger Norm

Sobald ein Stromkreis erweitert oder wesentlich geändert wird, führen wir diesen Teil nach den heutigen Regeln aus: Steckdosen bis 32 A mit Fehlerstromschutz, in Wohnungen auch die Beleuchtung.

Klassische Nullung und fehlender Schutzleiter

Die klassische Nullung ist seit 1973 bei Neuerrichtung nicht mehr zulässig. Wo kein Schutzleiter liegt, fehlt die Schutzmaßnahme, und ein Fehlerstromschutzschalter ersetzt sie nicht. Solche Stromkreise erneuern wir, wenn wir daran arbeiten.

Abnahme

Was Sie am Ende in der Hand halten.

Eine Anlage ist fertig, wenn sie geprüft und dokumentiert ist, nicht wenn der Strom fließt.

Besichtigen, erproben, messen

Vor der ersten Inbetriebnahme einer neuen oder geänderten Anlage steht die Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600. Dabei werden Schutzleiter, Isolationswerte, Schleifenimpedanz und die Auslösung der Schutzeinrichtungen gemessen.

Das Protokoll gehört Ihnen

Sie bekommen das Prüfprotokoll mit den gemessenen Werten und den Verteilerplan. Das ist der Nachweis, dass die Anlage zum Zeitpunkt der Übergabe in Ordnung war, und die Grundlage für jeden, der später daran arbeitet.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Arbeiten an der Anlage darf nur ein Betrieb ausführen, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist. Formicas steht im Verzeichnis Sachsen Ost, deshalb reichen wir Inbetriebsetzungsauftrag und Fertigstellungsanzeige selbst ein.

Reihe von Sicherungsautomaten in einer Unterverteilung

Für Gewerbe kommt die wiederkehrende Prüfung dazu: Ortsfeste elektrische Anlagen werden nach DGUV Vorschrift 3 in der Regel alle vier Jahre geprüft, in besonderen Betriebsstätten jährlich, Fehlerstromschutzschalter in stationären Anlagen alle sechs Monate. Das sind Richtwerte. Die Frist für Ihren Betrieb ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung.

Was den Preis macht

Vier Dinge erhöhen den Aufwand.

Preise stehen hier nicht. Das entscheidet sich in Ihren Wänden, nicht in einer Tabelle.

Ausstattung
Wie viele Stromkreise, Dosen und Schalterstellen Sie wollen, und ob Licht schaltbar, dimmbar oder in Szenen laufen soll.
Bausubstanz
Schlitzen im Ziegel ist etwas anderes als in Beton. Im bewohnten Bestand kommen Staubschutz, Abschnitte und Rücksicht auf den Alltag dazu.
Zählerplatz
Ob der vorhandene Zählerschrank bleiben kann, entscheidet sich an den technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers und am Platz für die Messtechnik. Das sehen wir vor Ort.
Was später dazukommt
Wallbox, Photovoltaik, Speicher oder Wärmepumpe brauchen Platz im Verteiler und eigene Leitungswege. Beim Neubau kostet die Vorbereitung wenig, das Nachrüsten später deutlich mehr.

Fragen

Was uns am Telefon zuerst gefragt wird.

Muss ich meine alte Elektrik erneuern lassen?

Nicht automatisch. Eine Anlage, die seinerzeit ordnungsgemäß gebaut wurde, darf weiterlaufen. Anders wird es, wenn sich die Nutzung ändert, wenn erweitert wird oder wenn es echte Mängel gibt. Was davon bei Ihnen zutrifft, sieht man beim Rundgang und an den Messwerten.

Können wir in der Wohnung bleiben, während Sie arbeiten?

In den meisten Fällen ja. Wir arbeiten dann in Abschnitten, sodass Küche und Bad abends wieder laufen. Ganz ohne Staub geht es nicht, aber wir sagen vorher, welcher Raum wann dran ist.

Wie viele Steckdosen sind sinnvoll?

Die Richtlinie RAL-RG 678 nennt für ein Wohnzimmer über 16 m² sechs Steckdosen als Mindestausstattung und elf in der Standardausstattung. Unsere Erfahrung: Nachträglich fehlt fast nie Licht, sondern immer eine Steckdose.

Brauche ich einen neuen Zählerschrank?

Das hängt an den technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers und daran, wie viel Platz für Messtechnik und Zusatzgeräte vorhanden ist. Wir prüfen das vor Ort und melden den Zählerplatz beim Netzbetreiber an. Jahreszahlen und Faustregeln helfen dabei nicht weiter.

Machen Sie auch Smart Home?

Wir bereiten die Anlage so vor, dass sich Licht, Beschattung und Heizung später steuern lassen, und stimmen das mit der Lichtplanung ab. Welche Systeme wir selbst in Betrieb nehmen, klären wir im Gespräch, damit niemand Technik kauft, die nicht zum Haus passt.

Kontakt

Erst ansehen, dann rechnen:
wir kommen zum Rundgang.

Sagen Sie uns, ob es Neubau, Sanierung oder Erweiterung ist und wie groß die Fläche. Damit lässt sich am Telefon schon sagen, worauf es bei Ihnen ankommt und was wir uns vor Ort ansehen müssen.

0163 7004839

info@formicas.de

Magdeburger Straße 58, 01067 Dresden

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